Herford, 16.06.2018, von Jan Haltermann

Ausbildungsdienst Deichverteidigung mit dem Löschzug Eilshausen

Am letzten Samstag stand das Allgemein sehr beliebte Thema Deichverteidigung auf dem Dienstplan. In Zusammenarbeit mit den Kameraden des Löschzuges Eilshausen der Freiwilligen Feuerwehr Hiddenhausen wurden während des Dienstes verschiedene Möglichkeiten zum Füllen von Sandsackes ausprobiert. Im Anschluss wurden ein Sandsackdamm, eine Deichfußsicherung und eine Quellkade errichtet.

Die Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Eilshausen entstand schon vor zwei Jahren, als die Wehrführung am damaligen Dienst zur Deichverteidigung teilnahm. Am letzten Samstag war es dann soweit und den gemeinsamen Dienst starteten die etwa 20 Helferinnen und Helfer mit einer kleinen theoretischen Einführung in das Thema Hochwasserschutz und Deichverteidigung. Insbesondere die einzelnen Schadensbilder, wie die Durchströmung des Deiches und der punktuelle Wasseraustritt, sowie entsprechende Gegenmaßnahmen standen im Vordergrund.


Nach der kurzen Theoriestunde ging es direkt an die Schaufeln, um etwa 600 Sandsäcke zu füllen und auf Paletten zu verlasten. Anschließend wurden die Sandsäcke mit einer Menschenkette in Richtung Deich transportiert und dann zu einem Sandsackdamm verbaut. Der Sandsackdamm dient zum Schutz von Gebäuden vor Wasser und zur Erhöhung des Deiches.


Nachdem der Sandsackdamm fertig war und erste Verbesserungen diskutiert wurden, bauten die Helferinnen und Helfer eine Deichfußsicherung. Die Deichfußsicherung soll den Deich stabilisieren, wenn sich dieser bei andauerndem Hochwasser mit Wasser vollgesogen hat.
Zum Abschluss des Dienstes stand die Königsdisziplin der Deichverteidigung an, die sogenannte Quellkade. Bei einer Quellkade muss ein halbrunder oder runder Sandsackdamm gebaut werden, der trotz seiner Form dicht ist. Wenn durch Beschädigung im Deich Wasser austritt, wird mit der Quellkade ein Becken aus Sandsäcken aufgebaut, in dem sich das austretende Wasser sammelt. Durch das in der Quellkade gesammelte Wasser wird ein Gegendruck ausgeübt und der Wasserdurchfluss gestoppt. Leider haben die vorher gefüllten Sandsäcke nicht ausgereicht, um eine Quellkade zu bauen, die für das Übungsszenario hoch genug war.


Nach dem Dienst nutzten die Helferinnen und Helfer das gute Wetter beim gemütlichen Grillen. Wir bedanken und bei den Kammeraden der Feuerwehr für die hervorragende Zusammenarbeit und freuen uns schon auf dem nächsten gemeinsamen Dienst.


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